Diabetes geheilt

Haben Sie mit hohem Blutzucker zu kämpfen? Damit sind Sie nicht allein. Etwa 6 Millionen Menschen leiden derzeit in Deutschland an Diabetes und geschätzte 20% unserer Bevölkerung an den Vorstufen. Das sind rund 16 Millionen Menschen. Diese Umstände führen zu einem deutlichen Anstieg des Risikos für Herzerkrankungen und vielen weiteren Folgeschäden. Darüber hinaus wird durch diese Krankheit der Lebensmut genommen und Angst vor der Zukunft gefördert.
Wussten Sie, dass selbst Prädiabetes gefährlich wer­den kann? Bei diesem Leiden wird das Risiko für einen Herz­infarkt mehr als verdoppelt, unabhängig davon, ob es sich zu einem echten Diabetes weiterentwickelt oder nicht.
Die Aussichten scheinen düster, aber es gibt eine gute Nachricht: Prädiabetes und Typ-2-Diabetes sind reversibel. Diabetes kann rückgängig gemacht werden!

 

Hoffnung auf Veränderung

Oft wird Prädiabetiker und Diabetiker geraten nur darauf zu achten, dass sich ihre Krankheit nicht weiter­entwickelt. Dieses überholte Paradigma ruft Angst und Entmutigung hervor.
In Wirklichkeit konnten Tausende ihre überhöhten Blutzuckerwerte nicht nur in den Griff bekommen, son­dern auch andere chronische Erkrankungen heilen. Durch eine Veränderung des Lebensstils, wie z.B. Ernährung und Bewegung, veränderten sie Körper, Leben und Gesund­heit so sehr, dass diese Krankheitsbilder auf sie nicht mehr zutreffen.

 

Aber wie funktioniert das?

Der einzige Weg, um Diabetes effektiv zu bekämpfen, ist, die primäre Ursache anzugehen: Insulinresistenz. Insulin ist der Schlüssel, der Ihre Zellen aufschließt, damit Glucose (Zucker) hinein transportiert werden kann. Dieser Prozess reguliert Ihren Blutzucker.
Menschen mit einem Typ-1-Diabetes produzieren kein Insulin mehr, darum müssen sie Insulin injizieren. Ohne Insulin würde sich der Zucker in lebensbedrohlichen Konzentrationen im Blut anreichern.
Menschen mit Prädiabetes und Typ-2-Diabetes pro­duzieren noch Insulin, jedoch schließt das noch vor­handene Insulin die Zellen nicht mehr wie erforderlich auf. Warum? Insulinresistenz macht die Zellen „dick und gemütlich”. Sie verwehren dem Zucker den Eintritt, sie streiken sozusagen. Dies führt zu hohen Blutzucker­wer­ten und einem hohen Insulinspiegel, was sich durch Ge­wichts­zunahme, hohen Blutdruck, Krebswachstum und sogar Demenz äußern kann. Moderne Forschung zeigt, dass Alzheimer tatsächlich eine Insulinresistenz des Gehirns ist.
Insulinresistenz kann jedoch umgekehrt werden! Die­selben Maßnahmen, die Ihnen helfen, Diabetes zu be­kämpfen, werden Ihre Gesundheitsrisiken allgemein re­duzieren. Wie? Durch eine Entscheidung nach der anderen.

 

Ein Schritt nach dem anderen

Sie wissen bestimmt: Sport hilft, Diabetes in Schach zu halten. Aber wussten Sie auch, dass es vor allem auf den richtigen Zeitpunkt ankommt? Bewegung direkt nach dem Essen ist die Geheimwaffe zu einem kontrollierten Blutzucker.
Der Blutzuckerwert ist 45-60 Minuten nachdem man mit dem Essen begonnen hat am höchsten. Dieser hohe Blutzucker kann im gesamten Körper zu Gewebeschäden führen. Aber wenn Sie sich nach jeder Mahlzeit bewegen, können Sie diese Zuckerspitzen minimieren, denn Ihre Muskeln nehmen aktiv den frischen Zucker auf.
Durch Bewegung könnten Sie den Blutzuckerwert um ein bis drei Einheiten pro Minute reduzieren. Wenn Ihr Blutzucker normalerweise auf 200 steigt, könnten Sie diesen um 20-60 Einheiten reduzieren, einfach indem Sie nach dem Essen einen 20-minütigen Spaziergang machen.
Warum also nicht direkt heute starten? Gehen Sie nach dem Essen eine Runde spazieren. 15 Minuten oder mehr ist schon großartig, aber selbst 5 oder 10 Minuten können helfen. Tun Sie das, sooft es Ihnen möglich ist. Sie werden einen Unterschied feststellen, wenn Sie sich regelmäßig nach dem Essen bewegen.

 

Eine Mahlzeit nach der anderen

Hippokrates, der Vater der westlichen Medizin, sagte einmal: „Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung.” Gesunde Nahrung ist eine wirksame Medizin. In einer Studie verschrie­ben die Forscher ihren 650 Probanten mit Diabetes eine ballast­stoffreiche, pflanzliche Diät – ähnlich der in den ersten zwei Büchern Mose der Bibel. Schon nach kurzer Zeit sanken die Blutzuckerwerte. In nur zwei Wochen konnten 71 % der Probanten ihre Diabetesmedikamente in Tablettenform absetzen und 39 % derer, die Insulin spritzen mussten, konnten komplett damit aufhören. Große Verbesserungen gab es auch beim Blutdruck, Cholesterinwert und Gewicht.
Welche Ernährungsform ist bei Diabetes die beste? Eine von Dr. Neal Barnard geleitete Untersuchung sollte diese Frage beantworten. Die Studie umfasste 100 Teilnehmer mit Typ-2-Diabetes. Die Hälfte der Proban­ten sollte sich nach den Empfehlungen der American Diabetes Association (ADA) richten, d.h. sie sollten haupt­sächlich auf ihre Kohlenhydrataufnahme achten und sie begrenzen. Die andere Hälfte aß pflanzenbasiert, mit wenig Fett und Zucker. Sie zählten weder Kalorien noch Kohlenhydrate, sondern mieden einfach tierische Produkte, zuckerhaltige Lebensmittel und zugesetzte Fette.
Beide Gruppen zeigten Verbesserungen, aber die pflanzenbasierte Ernährung war dreimal effektiver den Blutzucker zu senken. Diese Gruppe nahm auch doppelt soviel an Gewicht ab, reduzierte die Cholesterinwerte und berichtete von verschiedenen anderen gesundheitlichen Verbesserungen. Viele Teilnehmer konnten ihren Dia­betes letztendlich komplett rückgängig machen.
In der Gruppe der ADA Teilnehmer waren keine Änderungen der Medikamenteneinnahme zu beo­bach­ten, doch zwei Drittel der pflanzenbasierten Gruppe konnte die Menge ihrer Medikamente reduzieren.
Möchten auch Sie die Kraft der Nahrung für Ihre Ge­sundheit nutzen? Essen Sie kohlen­hydrat­armes Ge­mü­se und Hülsenfrüchte (Bohnen und Linsen). Hülsen­früchte sind ein Geheimtipp zur Kontrolle des Blut­zuckers. Vermeiden oder minimieren Sie drastisch den Anteil an tierischen Produkten, geschältem Getreide, gesättigten Fetten und Zucker. Verwenden Sie gesunde Kohlenhydrate, Proteine und ungesättigte Fette. Und denken Sie daran, genügend zu trinken, denn so können Sie Heißhungerattacken den Riegel vorschieben.
Kontrollieren Sie regelmäßig ihre Blutzuckerwerte und sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie diese Nah­rungs­umstellungen umsetzen möchten.

 

Eine Nacht nach der anderen

Schlaf und Blutzucker hängen direkt zusammen. In einer Studie wurde der Schlaf gesunder junger Erwach­sener auf vier Stunden täglich begrenzt. Nach nur sechs Tagen hatten sie Blutzuckerwerte wie Prädiabetiker. Schlaf­mangel führt in weniger als einer Woche zu einem prädiabetischen Zustand! Aber auch der Schlafmangel von nur einer Nacht löst am nächsten Tag Insulinresistenz aus. Mit diesen einfachen Schritten können Sie Ihren Schlaf verbessern:

1. Planen Sie Ihren Schlaf.
Versuchen Sie, früh und zu bestimmten Zeiten schlafen zu gehen. Der Schlaf vor Mitternacht ist tiefer und damit erholsamer als der Schlaf nach Mitternacht.
2. Bewegen Sie sich regelmäßig.
Bewegung hilft schneller einzuschlafen und länger zu schlafen. Außerdem wird die Qualität Ihres Schlafes ver­bessert.
3. Nutzen Sie das Sonnenlicht.
Helles Licht, insbesondere am Tagesanfang, hilft Ihnen, Ihren Schlaf-Wach-Rhythmus stabil zu halten.
4. Setzen Sie Nickerchen vorsichtig ein.
Alle Nickerchen sollten kurz und früh am Tage gehalten werden. Langes Schlafen zwischendurch stört Ihren Schlaf­rhythmus.
5. Essen Sie nicht spät.
Versuchen Sie, Ihre letzte Mahlzeit spätestens drei oder vier Stunden vor dem Schlafengehen einzunehmen. Las­sen Sie es die kleinste Mahlzeit des Tages sein. Ihr Ener­gie­bedarf ist am Ende des Tages am niedrigsten. Diese Gewohnheit wird Ihnen helfen, ihr Gewicht zu halten und besser zu schlafen.
6. Sagen Sie ”Nein” zu Koffein.
Für eine kurze Weile mag Koffein Ihre Energie aufladen, aber es ist so, als würden Sie auf Kredit leben. Es schadet Ihrer Schlafqualität und verursacht letztendlich vor­zeitiges Altern und Erschöpfung.
7. Optimieren Sie Ihre Schlafumgebung.
Stellen Sie sicher, dass Ihr Schlafzimmer dunkel, ruhig und eher kühl ist (16-20°C).
8. Lernen Sie mit Stress umzugehen.
Wenn es etwas in Ihrem Leben gibt, was Ihnen Nachts den Schlaf raubt, versuchen Sie diese Angelegenheit zu klären. Investieren Sie in Ihre Beziehungen, sowie in Ihre emotionale und spirituelle Gesundheit. Ziehen Sie in Erwägung, mehr über den Gott der Bibel zu erfahren, der uns von den Gesundheitsprinzipien in seinem Wort versichert: „Sie sind der Schlüssel zum Leben und erhalten deinen ganzen Körper gesund.” (Sprüche 4,22)

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