Der fünfzigjährige Richard war das Ideal eines gesunden und aufrichtigen Staatsbürgers. Ein Familienvater, der von seinen Kindern, seiner Kirchengemeinde und im Ort sehr geschätzt wurde. Jedoch kam es zu einem abrupten Ende seines Wirkens, als er eines Morgens ohne jegliche Vorwarnung tot umfiel. Während die Familie die Beerdigung vorbereitete, wartete sie auf den Bericht, der sie über die noch unbekannte Ursache des plötzlichen Todes in Kenntnis setzen sollte. Das Ergebnis: Herzinfarkt.
Richard wurde zu einem weiteren Opfer der führenden Todesursache in westlichen Ländern, der koronaren Herzkrankheit (KHK). Unglücklicherweise sind solch traurige Geschichten viel zu weit verbreitet, und die Tatsache, dass für 30% der von der KHK Betroffenen das erste Anzeichen der Erkrankung der plötzliche Tod ist, erschüttert umso mehr. Wissenschaftliche Beweise zeigen jedoch klar auf, dass man diesem Schicksal entgehen kann. Diese Broschüre verfolgt das Ziel, über die KHK aufzuklären und aufzuzeigen, wie die Krankheit vermieden, oder wie ihr begegnet werden kann.
 

Was ist die koronare Herzkrankheit?

Die KHK wird durch Beschädigung der Innenwand der Herzkranzgefäße, die das Herz mit Blut versorgen, verursacht. Ist diese einmal beschädigt, so besteht eine Anfälligkeit für Arteriosklerose (Arterienverkalkung), Herzgefäßverengung (durch Ablagerungen) und schlussendlich auch für eine komplette Arterienverstopfung. Wenn der Blutzufluss zum Herzen abnimmt, erleben Betroffene meist Schmerzen (Angina). Ist ein Gefäß komplett verstopft, stirbt das Blut empfangende Gewebe hinter der Blockade ab. Wenn der abgestorbene Bereich groß genug ist, kann das dazu führen, dass das Herz der betroffenen Person nicht länger effizient pumpen kann. So ein Mensch ist zu einem Leben mit reduzierter Energie und Kapazität verurteilt. Größere Beschädigungen führen sogar zum Tod. Aber auch schon kleine Herzinfarkte können fatal sein, denn eine beschädigte Herzmuskulatur neigt zu einem unregelmäßigen Herzschlag. Diese Herzrhythmusstörungen sind oft die eigentliche Ursache des plötzlichen Todes.

 

Ursachen der beschädigten Arterien

• Rauchen beschädigt die Herzkranzgefäße, indem es sie anfälliger für Spasmen und Ablagerungen macht. Raucher neigen außerdem stärker zu fatalen Rhythmusstörungen, wenn sie einen Herzinfarkt haben.
• Hoher Blutdruck beschädigt die Herzkranzgefäße, dadurch werden Ablagerungen beschleunigt.
• Zu hoher Cholesterinspiegel führt zu Entzündungen in den Arterien, ein weiterer Faktor in der Ansammlung von Ablagerungen.
• Der erhöhte Blutzucker beim Diabetes beschleunigt zudem noch den Prozess der Arteriosklerose.
• Zudem fördert ein inaktiver Lebensstil den Krankheitsverlauf, da hierdurch Blutdruck, Blutfettwert und Blutzuckerspiegel ansteigen.

 

Die gute Nachricht

Die koronare Herzkrankheit kann verhindert und sogar umgekehrt werden, und das auch noch recht schnell.
Der zweite Weltkrieg führte zum Verlust vieler Menschenleben, allerdings schaffte er auch neue Einsichten über die verschiedenen Einflüsse auf den Krankheitsverlaufs der KHK. Horror und Entbehrungen des Krieges führten oft zu Veränderungen der Ernährung. Einige europäische Nationen waren gezwungen, sich von pflanzlichen Lebensmitteln zu ernähren, komplett gegensätzlich zu ihrer zuvor gewohnten an Fleisch- und Milchproduktenreichen Ernährung. Diese Länder erlebten einen starken Rückgang von Herzkrankheiten.
Im Jahre 1990 haben Dr. Dean Ornish und seine Kollegen gezeigt, dass eine Ernährung, die einen hohen pflanzlichen Anteil aufweist, als Teil eines Gesundheitsprogrammes die Blockaden in Herzblutgefäßen reduziert. Zusätzlich zu einer vegetarischen Ernährung hörten die Probanden mit dem Rauchen auf, trieben regelmäßig Sport, mieden Stress und engagierten sich in einer Gemeinschaft. Auch Sie können diese Vorzüge erleben:
    Ein rauchfreier Lebensstil: Falls Sie Raucher sind, besteht die wichtigste Entscheidung zur Verlängerung Ihrer Lebensdauer und zur Verhinderung der KHK darin, mit dem Rauchen aufzuhören. Zusätzlich zur Minimierung des Risikos der KHK hat man im Falle eines Herzinfarktes wesentlich höhere Überlebenschancen. Darüber hinaus wird auch das Risiko, an Krebs, Alzheimer oder Osteoporose zu erkranken, verringert. Selbst Ihre Haut wird länger jugendhaft frisch aussehen!
   Ein aktiver Lebensstil: Durch Bewegung wird der Herzmuskel gestärkt. Darüber hinaus führt sportliche Betätigung zu einer Verminderung des Triglyceridwertes (ein Blutfett, das zu Arteriosklerose führt) und verbessert die HDL-Werte (auch als „gutes Cholesterin” bekannt). HDL ist eine faszinierende Verbindung, denn es entfernt Cholesterin aus verkalkten Arterien! Wie schon erwähnt, führt sportliche Betätigung auch zur Reduzierung des Blutzuckers und des Blutdrucks.
Alles in allem haben aktive Menschen um ein 45% geringeres Risiko, Herzkrankheiten zu entwickeln. Ein gutes Ziel wäre es,täglich – über den Tag verteilt – 30 Minuten lang zu trainieren. Bereits fünf – zehnminütige aktive Phasen bringen den Heilungsprozess in Gang. Laufen, Schwimmen, Garten- und Hofarbeiten sind alles wunderbare Möglichkeiten, sich zu bewegen. Behalten Sie jedoch im Hinterkopf, dass Sie ärztlichen Rat einbeziehen sollten, bevor Sie mit einem Trainingsprogramm beginnen.
    Ein Leben, das auf Gottesvertrauen basiert: Vielleicht überrascht es Sie, aber Studien, die an den Mumien ägyptischer Adliger durchgeführt wurden, zeigen, dass sie häufig an denselben Todesursachen starben wie viele Menschen der heutigen westlichen Bevölkerung. Eine dieser Krankheiten ist beispielsweise die KHK, die als Todesursache bei dem berühmten Ramses dem Großen vermutet wird. Noch beeindruckender ist die Geschichte, wie Gott die Israeliten aus Ägypten führte und damit auch weg von diesen Krankheiten. Die pflanzenbasierte Ernährung, die im ersten Kapitel der alten hebräischen Schriften (1.Mose 1,29) übermittelt wird, kann die KHK stoppen und sogar rückgängig machen.
Als Gott das Volk aus Ägypten führte, versorgte Er es auch mit einer pflanzlichen Nahrung, nämlich „Manna” („Himmelsbrot”, Psalm 78,24) und reinem Wasser zum Trinken (2.Mose 17,6). Bewegung war im Gesundheitsprogramm automatisch integriert, denn sie wanderten sechs Tage die Woche zum verheißenen Land. Gott versprach, dass die Israeliten an keiner der ägyptischen Krankheiten leiden müssten, wenn sie diesen Plan umsetzten (2.Mose 15,26). Etliche Jahre später folgte der Prophet Daniel dem gleichen Plan (Daniel 1,11.12), der ihm und seinen Freunden Gesundheit und ein langes Leben bescherte. Schauen wir uns „die älteste wissenschaftliche Studie”, wie sie vom New England Journal of Medicine genannt wird, einmal genauer an: Nach nur zehn Tagen zeigten sich im Leben Daniels und seiner Mitstreiter messbare gesundheitliche Vorteile. (Daniel 1,15) Innerhalb von drei Jahren führte dieser Lebensstil auch zu einer Verbesserung ihrer geistigen Fähigkeiten (Daniel 1,20).
Solche Resultate sollten uns nicht überraschen. Heutzutage liegen mehr als 3200 Studien vor, die den positiven Einfluss von Religion und Spiritualität auf die Gesundheit deutlich belegen. Ein aktueller Bericht formulierte, dass „es keine Erkrankung gibt, auf die Religion und Spiritualität einen größeren Einfluss habe, als auf die koronare Herzkrankheit.”

 

Finde eine Unterstützungsgruppe

Es ist nicht einfach, Veränderungen alleine umzusetzen; darum ist es besser, sich einer Gruppe anzuschließen, die auch daran arbeitet, Herzerkrankungen vorzubeugen, zu stoppen oder umzukehren. Viele Krankenhäuser oder öffentliche Gemeinschaftseinrichtungen bieten Unterstützung im Kampf gegen Herzerkrankungen und deren Risikofaktoren an. Besuchen Sie unsere website, wenn Sie außerdem nach einer Einrichtung suchen, die auch den spirituellen Aspekt mit einschließt.

 

Die Arche: www.diearche.de
Mattersdorferhof: www.countrylife.at
Sonnmatt: www.bergpension.ch

Todesursache Nr. 1